Dipl.-Kfm. Jochen Oehlschläger Steuerberater - FB für IStR
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Antrag auf Corona-Überbrückungshilfe 2

Aktualisierung 11.1.2021: Was ist beihilferechtlich zu beachten?

Nachfolgende stellen wir die Voraussetzungen und Zuschusshöhen für die Corona-Überbrückungshilfe Phase 2 dar. Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

 

  • Die Antragsfrist endet am 31.3.2021.
     
  • Es handelt sich um eine Hilfe für die Monate September bis Dezember 2020.
     
  • Das Steuerberaterhonorar für den Antrag gehört zu den förderfähigen Fixkosten
     
  • Fördergegenstand = 40% bis 90% der Fixkosten der Monate September bis Dezember 2020
     
  • Antragsberechtigte:
    • Unternehmen mit mindestens einem Beschäftigten am 29.2.2020+
    • Soloselbständige, die im Jahr 2019 mindestens 51% der Summe der Einkünfte aus ihrer selbständigen Tätigkeit erzielt haben.
       
  • Zuschuss beträgt maximal 4 Monate x 50.000,- € = 200.000,- €
    keine Abhängigkeit von der Beschäftigtenzahl

 

  • Voraussetzungen für den Zuschuss
    • der Umsatz ist in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum zwischen April und August 2020 um mindestens 50% gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten eingebrochen oder
    • der Umsatz ist im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 um mindestens 30% gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingebrochen.
       
  • Ein vorhergehender Antrag auf Corona-Soforthilfe gehört nicht zu den Voraussetzungen der Corona-Überbrückungshilfe 2.
     
  • Ein vorhergehender Antrag auf Corona-Überbrückungshilfe 1 gehört nicht zu den Voraussetzungen der Corona-Überbrückungshilfe 2.
     
  • Der Einsatz liquider betrieblicher Mittel und vorhandener privater Rücklagen des Unternehmens sind nicht Voraussetzung für die Antragstellung.
     
  • Unternehmen, die aufgrund starker saisonaler Schwankungen ihres Umsatzes im Zeitraum April bis August 2019 weniger als 15% des Jahresumsatzes 2019 erzielt haben, werden von der Bedingung des 50- bzw. 30-prozentigen Umsatzrückgangs freigestellt.

     
  • Umsatzbegriff (Soll- bzw. Istversteuerung)
    • auch: erhaltene Anzahlungen
    • auch: private Pkw-Nutzung
    • auch: im Inlnd nicht steuerbarer Umsatz
    • nicht: innergemeinschaftliche Erwerbe

 

  • Besonderheiten bei Reiseleistungen
    • Umsatz = Einnahmen, die vom Leistungsträger an den Reiseveranstalter entrichtet werden, also nicht die Marge.
    • Beträge, die über die Fixkostenposition 13 angesetzt und aufgrund einer Stornierung nicht (dauerhaft) realisiert werden, sind nicht als Umsatz zu berücksichtigen.
       
  • Höhe der Förderung
    • Die anteilie Förderung der Fixkosten bemisst sich nach dem anteiligen Umsatzeinbruch des Födermonats (September bis Dezember 2020) im Vergleich zum Vorjahresmonat des Fördermonats.
      • anteilier Umsatzeinbruch von 30% bis 49,99 % -> anteiliger Fixkostenzuschuss 40%
      • anteiliger Umsatzeinbruch von 50% bis 70% -> anteiliger Fixkostenzuschuss 60%
      • anteiliger Umsatzeinbruch von mehr als 70% -> anteiliger Fikostenzuschuss 90%
    • Wenn der Umsatzrückgang in einem Fördermonat (September bis Dezember 2020) bei weniger als 30% im Vergleich zum Umsatz des Vergleichsmonats (September bis Dezember 2019) liegt, entfällt die Überbrückungshilfe 2 nur für diesen Fördermonat.
       
    • Zu einer Anrechnung der Soforthilfe auf die Überbrückungshilfe 2 kann es nicht mehr kommen, da sich die Förderzeiträume nicht überschneiden.

       
  • Fixkostenhilfe
    • Fixkosten sind alle Kosten, die einem Unternehmen unabhängig von der Ausbringsmenge entstehen.
       
    • Prognose der Fixkosten für die Monate September bis Dezember 2020 erstellen.
       
    • Die zu berücksichtigten Fixkosten sind fortlaufende, im Förderzeitraum anfallende vertraglich begründete und nicht einseitig veränderbare betriebliche Kosten(inkl. vertraglich vereinbarter Anzahlungen) ohne Vorsteuer.
       
    • Die Fixkostenpositionen 1 bis 9 müssen vor dem 1.9.2020 begründet worden sein.
       
    • Bei Reisebüros können als Fixkosten Provisionen für stornierte Pauschalreisen angesetzt werden, wenn Reisebüros den Reiseveranstalter dem Reiseveranstalter die Provision aufgrund corona-bedingter Stornierungen zurückzuzahlen haben bzw. die Provisionen wegen einer corona-bedingeten Stornierung der Reise ausbleiben.
       
    • Bei Reiseveranstaltern können als Fixkosten ausgefallene Margen für stornierte Pauschalreisen angesetzt werden.
       
    • Dieser Fixkostenblock gilt für Provisionen der Reisebüros bzw. für Margen der Reiseveranstalter, die
      • zwischen dem 18.3.2020 und 18.9.2020 gebucht oder zwar vor dem 18.3.2020 gebucht, aber erst nach dem 31.8.2020 angetreten worden wären
      • seit dem 18.3.2020 storniert wurden
      • die bis zum 31.12.2020 von den Reisenden angetreten worden wären. 
         
    • Nicht erfasst werden können:
      • Provisionen/Margen für nach dem 18.9.2020 gebuchte Pauschalreisen oder für Pauschalreisen, die nach dem 31.12.2020 angetreten worden wären. 
      • Buchungen von Reiseeinzelleistungen oder sonstige Reiseleistungen, die keine Pauschalreise darstellen.

 

 

 

 

 

 

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Jochen Oehlschläger

Diplom-Kaufmann

Steuerberater
Fachberater für Intern. Steuerrecht

 

Mosbacher Straße 20
65187 Wiesbaden

Telefon: +49 (611) 204 6694

Telefax: +49 (611) 204 6695

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